Als Yamaha 1998 mit der YZF-R1 sein erstes Motorrad der Superbike-Klasse mit 1000 Kubikzentimeter Hubraum auf den Markt brachte, ahnte noch niemand, dass nur ein Jahr später auch ihre „kleine Schwester“ auf dem damals doch so konservativen Motorradmarkt Einzug halten würde. Optisch identisch mit der R1, jedoch technisch komplett neu konstruiert, wartete sie mit 600 Kubik und knackigen 120 PS auf und war somit attraktiv für Leute, denen die große schlichtweg zu groß war.
Im Laufe der Jahre und im Wandel der modernen Technik, zeigte sich die Yamaha R6 zeitgemäß und machte bei Neuauflagen immer wieder durch leichte Leistungssteigerungen und technische Raffinessen auf sich aufmerksam. So optimierten die Yamaha-Ingenieure den Motor der YZF R6 von Jahr zu Jahr und wagten sich dann erstmals 2003 an eine Komplettüberarbeitung der Rennmaschine. Erstmals kam statt der Vergasertechnik die damals hochmoderne Multipoint-Benzineinspritzung sowie ein deutlich leichterer Aluminiumrahmen zum Einsatz. Yamahas erste Upside-Down-Gabel, die unter anderem eine höhere Verwindungssteifigkeit bewirkt, kam mit der Yamaha R6 des Modelljahres 2005 erstmals zur Anwendung. 2006 dann die nächste Techniksensation: Der Ram-Air-Effekt, bei dem man sich die bei höheren Geschwindigkeiten schneller einströmende Luft zu Nutzen machte, ermöglichte der Neuauflage der Yamaha YZF-R6 gerade bei hohen Geschwindigkeiten einen PS-Schub von zusätzlichen sechs Pferdchen, bot dem Fahrer also insgesamt 133 PS. Mit den Folgemodellen der Yamaha YZF R6 kamen weitere Neuerungen wie Titanventile, eine Anti-Hopping-Kupplung sowie zwei Einspritzdüsen pro Zylinder, ein modifizierter Endschalldämpfer und ein Update des Motormanagements zum Tragen.
Beim aktuellen Modelljahr 2012 setzt Yamaha nun höchstmodern auch im Straßensegment voll auf High-End Chip-Elektronik. Die brachiale Power der Yamaha R6, schon längst nicht mehr ohne Elektronik handlebar, wird nun durch ein vollelektronisches Schub- und Lufteinlass-Regelsystem noch präziser. Der Japanische Hersteller verspricht dem Fahrer außerdem durch eine einstellbare Telegabel ein messerscharfes und agiles Supersport-Handling und noch mehr Fahrspaß auf Straße und Rennstrecke. Kurz: Die Erfolgsgeschichte der Yamaha YZF-R6 geht weiter.
Technische Eckdaten
| Übersicht | |
|---|---|
| Produktionszeitraum | 1999–2012 |
| Bauart | Sportler & Supersportler |
| Motor | |
| Motor | Reihen Vierzylinder Motor, Viertakt |
| Hubraum (ccm) | 599 |
| Bohrung × Hub | 67 × 42 mm |
| Verdichtung | 13.1:1 |
| Ventile/Zylinder | 4 |
| Gemischaufbereitung | DOHC (Double Overhead Camshaft) |
| Kühlung | Wasserkühlung (flüssigkeitsgekühlt) |
| Fahrleistung | |
| Höchstgeschwindigkeit | 250.0 km/h (155.3 mph) |
| Verbrauch | 5.88 Liter/100 km (17.0 km/l oder 40.00 mpg) |
| Kraftübertragung | |
| Getriebe | 6-Gang Gangschaltung |
| Endantrieb | Kette (Kettengetriebe) |
| Fahrwerk & Bremsen | |
| Bremse vorne Ø (mm) | 310 |
| Bremse hinten Ø (mm) | 220 |
| Reifen vorne | 120/70-ZR17 |
| Reifen hinten | 180/55-ZR17 |
| Maße & Gewicht | |
| Länge (mm) | 2040 |
| Breite (mm) | 706 |
| Höhe (mm) | 1095 |
| Sitzhöhe (mm) | 851 |
| Gewicht (kg) | 189 |
| Tank (L) | 17.03 |
| Ölmenge (L) | 2.6 |
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